Wer einen echten Kurzurlaub in Italien machen möchte, sollte nicht in die überlaufenen Metropolen reisen, sondern die wunderschönen Landschaften. Dazu gehört schon lange die Amalfi-Küste, die am Golf von Salerno im Westen von Italien liegt. Wer in Neapel am Flughafen ankommt, sollte gleich einen Mietwagen buchen und die Küstenstraße Amalfitana befahren. Das sind 58 km Gelegenheit, Italien schon von der ersten Minute an zu erleben. In der Hauptsaison ist das Vergnügen sicherlich etwas getrübt, aber es bleiben ja noch viele weitere Wochen, in denen Italien und die Amalfiküste nicht weniger schön sind.
Die große Beliebtheit der Amalfiküste

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Es ist leider auch so, dass die gesamte Amalfiküste wegen ihrer wunderschönen Landschaft, der bizarren Felsformationen und den urigen Orten vor allem in der Hauptsaison sehr voll ist. Vor allem die so beliebte Küstenstraße ist deshalb seit Juli 2022 von einer besonderen Regelung betroffen, die es Autofahrern erlaubt, nur noch jeden 2. Tag die Küstenstraße entlangzufahren. Die letzte Zahl des Autokennzeichens entscheidet darüber, ob es die geraden oder ungeraden Wochentage sind.
Die Häuser der schönsten Orte entlang der Amalfiküste sind auch hier oft sehr bunt und die meisten haben enge Gassen und alte Kirchen. Entlang des felsigen Ufers der Südseite der Halbinsel liegen viele kleine Dörfer dicht aneinander. Manche davon liegen versteckt in grünen Tälern, andere haben sich entlang der Berghänge aufgebaut. Eines dieser bunten Dörfer an der Amalfiküste ist das Dorf Positano, ein ehemaliges Fischerdorf und mittlerweile ein richtiger Favorit. Die Häuser sind terrassenförmig in die Felsen gebaut und man braucht schon gute Wadenmuskeln, um die kleinen Gassen hinaufzukommen. Am Strand von Praiano lassen die sich aber wieder regenerieren, denn hier ist es weitaus ruhiger als am Strand von Positano. Bei Maiori gibt es den längsten Strand und den einzigen Sandstrand an der Amalfiküste, die anderen sind Kiesstrände mit unterschiedlichen Steinen.
Zu den weiteren schönsten Dörfern an der Amalfiküste gehören das Naturparadies Amalfi, das Dorf mit dem gleichen Namen, nachdem die Amalfiküste benannt wurde. Hier gibt es neben einem großen Hafen auch historische sakrale Bauwerke wie beispielsweise die Duomo di Sant’Andrea mitten im Ort. Das wunderschöne Tal Valle delle Ferriere mit imposanten Wasserfällen und wilden Wassern von Flüssen ist ein richtiges Naturparadies.
Apropos Wasser: Die schönsten Strände an der Amalfiküste sind verstreut an den Orten oder dazwischen zu finden. Der Fornillo Strand oder die Bucht Bagni d’Arienzo liegen malerisch und relativ ruhig unterhalb von Amalfitana.
Die Highlights für die Amalfiküste
Nicht nur die Besichtigung der schönsten Orte entlang der Amalfiküste, sondern auch Aktivitäten in der wunderschönen Natur sollten im Urlaub nicht fehlen. Die abwechslungsreiche Berglandschaft bietet wirklich viele schöne Gelegenheiten. Man kann beispielsweise Wanderungen oberhalb der Ortschaften machen, die Felslandschaft entlang der Küste bietet viele Gelegenheiten. Der Weg der Götter ist nur ein Beispiel, denn auch das Valle die Mulini – das Mühlental – kann über eine Wanderung entdeckt werden.
Die ehemaligen Villen der zahlreichen Adelsfamilien, die sich hier schon früh niedergelassen hatten, stehen heute oftmals als verwunschene Ruinen in der Landschaft. Diejenigen, die noch bewohnt und unterhalten werden, sind gepflegt und haben wunderschöne Blumengärten, die man besuchen kann. Die Villa Rufolo oder die Villa Cimbrone liegen nah beieinander und lohnen einen Ausflug.
Italien ist wie alle südeuropäischen Länder bekannt für alte und sehenswerte sakrale Gebäude. Der Dom von Amalfi mit seinen prunkvollen Ikonen und wunderschönen Mosaiken, der Chiostro del Paradiso mit seinem mittelalterlichen Kreuzgang oder den arabisch anmutenden Arkaden und Säulen. In jedem Ort steht eine alte Kirche, die oft genug wunderschöne Innenräume und wertvolle Schätze beinhalten. Wer dann noch die italienische Küche in einem der vielen Restaurants oder Cafés kennenlernen konnte und vor allem die berühmte Amalfi-Zitrone mit den gelben Zitrönchen verglichen hat, die wir in Deutschland so kennen, der weiß, dass er wirklich in Italien Urlaub gemacht hat.
