Auch wenn sie zu den bekanntesten Weinregionen der Welt gehört, ist die Mosel mehr als nur ein Weinanbaugebiet. Die sanft geschwungenen und waldreichen Gebiete rechts und links davon sind ideal zum Wandern, zum Radfahren mit der ganzen Familie und zum Entdecken der wunderschönen Orte einfach ideal. Dass man dabei immer mit dem Thema Wein in Berührung kommt, ist ein zusätzlicher Gewinn. Die schönsten Weinanbaugebiete der Mosel und die romantischen Städtchen dazu machen aus dem Urlaub an der Mosel eine erlebnisreiche Zeit.
Mit 544 km Länge ist die Mosel der zweitlängste Nebenfluss des Rheins. Davon fließen 313 km über französischen Boden, 231 km über deutschen. Sie entspringt in den französischen Vogesen am Col de Bussang in einer kleinen eingefassten Quelle auf 700 Metern und mündet im deutschen Koblenz in den Rhein. Entlang dieser Strecke liegen die schönsten Landschaften, abwechslungsreich und malerisch. Da die Mosel aber auch streckenweise als Wasserstraße genutzt wird, zeigt sie sich nicht überall in ihrem natürlichen Verlauf.
Malerische Städte und Dörfer in der Moselregion
Wer an der Mosel urlaubt, taucht ein in eine Welt voller Geschichte. Trier, eine der ältesten Städte Deutschlands, beeindruckt mit römischen Baudenkmälern wie der Porta Nigra, den Kaiserthermen und dem Amphitheater. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist wie eine Zeitreise durch zwei Jahrtausende. Museen, Galerien und kleine Boutiquen laden zum Entdecken ein.
Auch Bernkastel-Kues ist ein Muss. Die mittelalterlichen Gassen, der historische Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und die Burgruine Landshut bieten eine märchenhafte Kulisse. Im Sommer finden hier Weinfeste statt, bei denen die ganze Stadt auf den Beinen ist. Musik, Tanz und natürlich der Wein stehen im Mittelpunkt.
In Traben-Trarbach entdecke ich die Jugendstilarchitektur, die an den Glanz vergangener Zeiten erinnert. Einst war der Ort nach Bordeaux die zweitgrößte Weinhandelsstadt Europas. Heute zeugen prachtvolle Villen und alte Weinkeller von dieser Blütezeit. Besonders beeindruckend ist eine Führung durch die unterirdischen Kellerlabyrinthe, in denen früher Millionen Liter Wein lagerten.
Wanderurlaub an der Mosel
Man kann die schönen, bekannten, aber oft auch übervollen Städtchen an der Mosel direkt anfahren, sie erkunden, Wein trinken und dann denken, man hat die Mosel gesehen. Wer jedoch eine Wanderung an der Mosel oder gar einen Wanderurlaub dort verbringt, entdeckt viele wunderschöne Facetten von Fluss und Landschaft. Der Moselsteig ist ideal dazu, auf seinen 24 Etappen die schönsten Landstriche entlang der Mosel kennenzulernen. Besonders emsige Wanderer nutzen noch die zusätzlichen 33 Partnerwege, die das Spektrum an Entdeckungsmöglichkeiten erweitern. So kommt man auf einer Länge von 365 km wirklich zu der Erkenntnis, einen tollen Urlaub an der Mosel verbracht zu haben.
Man kann mit der Mosel Weinberge und eine uralte Kulturlandschaft verbinden. Es ist ein einmalig schöner und ebenso vielfältiger Natur- und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Themenwege haben besondere Schwerpunkte, sodass es für große und kleine Entdecker auf der Wanderung richtig interessant wird. Ob es das Thema Wein auf dem Riesling Themenweg ist oder das Obst, Insekten, Eidechsen, Insekten oder Historie auf den anderen Themenwegen, sie sind nicht nur interessant und lehrreich, sondern auch voller Abwechslung.
Die alte Kulturlandschaft der Mosel und ihre Geschichte
Urlaub an der Mosel kann auch bedeuten, sich in die alte Geschichte der Region einzufinden. Eine ganze Reihe an Orten aller Größen besitzen einen historischen Kern, am Flussverlauf thronen etliche Burgen und schauen trotzig von oben auf die Mosel und die Menschen. Schon die Römer haben die Vorzüge der Mosel erkannt, von hier aus wurde das Römische Reich zwischen Schottland und Marokko regiert. Sie residierten in Trier, wo sich noch einige der historischen Gemäuer befinden. Dom und Liebfrauenkirche, die Schatzkammer der Trierer Stadtbibliothek sind hier zu bewundern.
Wer die Mosel Richtung Koblenz bereist, findet sich im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal wieder. In dieser herrlichen Landschaft zwischen Himmel und Mosel lassen sich Schätzchen wie Schloss Stolzenfels entdecken. Aber auch die wie Perlen am Ufer der Mosel aufgereihten Weinorte, Burgruinen und schließlich die Stadt Koblenz stellen für den Urlaub an der Mosel weitere Highlights dar.
Geheimtipps abseits der Touristenströme
Obwohl die Mosel gerade im Sommer viele Besucher anzieht, gibt es abseits der bekannten Orte noch echte Geheimtipps zu entdecken. Einer davon ist das kleine Künstlerdorf Lehmen, das mit seinen Ateliers und Galerien Kunstliebhaber begeistert. Hier treffe ich auf lokale Künstler, die sich von der Landschaft inspirieren lassen und ihre Werke in offenen Werkstätten präsentieren.
Ein weiterer Tipp ist das Naturschutzgebiet „Moselschleife bei Bremm“. Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Schleife bietet sich ein unvergesslicher Panoramablick auf den Fluss, der hier in einer engen Kurve durch die Weinberge mäandert. Frühmorgens oder zum Sonnenuntergang ist dieser Ort besonders magisch, wenn das Licht die Landschaft in goldene Farben taucht.
Auch ein Abstecher ins Hinterland lohnt sich: Im Hunsrück, nur wenige Kilometer von der Mosel entfernt, entdecke ich dichte Wälder, klare Bäche und verträumte Dörfer. Hier scheint die Zeit stillzustehen, und ich genieße die Ruhe fernab der Trubel.
Übernachten an der Mosel – Vom Weingut bis zum Luxushotel
Die Auswahl an Unterkünften entlang der Mosel ist groß und vielfältig. Besonders charmant ist es, direkt auf einem Weingut zu übernachten. Viele Winzer bieten liebevoll eingerichtete Gästezimmer an, oft mit Blick auf die Weinberge und die Möglichkeit, am Leben und Arbeiten der Winzerfamilie teilzuhaben.
Daneben gibt es zahlreiche Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen – von einfach und familiär bis hin zu luxuriös und exklusiv. Wer es besonders romantisch mag, kann sogar in einer alten Burg oder einem Schloss übernachten.
